Yamaha CRW-F1E (1.0d): Audio-KS-Test INSIDE, Spitzengerät aber KEIN Universalgenie

Yamaha CRW-F1 IDE (Fw. 1.0d) - Test des Newcomers auf seine Audio-KS-Lese-Fähigkeiten:

[i]Vorweg: Das Laufwerk ist trotz der vielen Vorschußlorbeeren KEIN Universallaufwerk![/i]

Dennoch muß man das Laufwerk als absolute Spitzenklasse werten, da der eine nicht auslesbare kommerzielle Kopierschutz ein Einzelfall ist. Diese Disk hat als Besonderheit nur einen einzigen Audio-Track.

Es ist hervorzuheben, daß es bislang kein Laufwerk - auch keines von Plextor - gibt, mit dem das Rippen von kopiergeschützen Audio-Disks komfortabler funktioniert. Alle (bis auf die eine Ausnahme) hier getesteten kommerziellen Schutzmaßnahmen sind auf dem F1 völlig unwirksam. Es bedarf nicht einmal besonderer Ripp-Programme oder sonstiger Tricks bzw. zusätzlicher Bedienschritte, wie z.B. Enable Single Session oder Detect TOC manually, um an die Audio-Daten zu kommen. Ebenso war es bislang zumindest bei fabrikneuen CDS200-Disks nicht zwingend erforderlich, die Lesegeschwindigkeit zu reduzieren, um Störgeräusche zu vermeiden. Einfach Disk einlegen und auslesen. Fertig. Bei den Tests war die automatische Benachrichtigung beim Wechsel ausgeschaltet. Ob dies unbedingt nötig ist, habe ich noch nicht getestet.

Im Vergleich zum Plextor PX-W1610TA (Fw. 1.05), der hier in Bezug auf CDS200 stellvertretend für die aktuellen Plextor-Brenner stehen soll, hat der F1 allerdings eine geringfügig schlechtere Fehlerkorrektur. Bei den stark verkratzten Test-Disks sind beim F1 in Einzelfällen Knackser aufgetreten, die beim Plextor nicht zu hören waren. Jedoch sollte dies nicht überbewertet werden, da bei fabrikneuen Disks noch keine Störgeräusche feststellbar waren. Wenn mit dem F1 CDS200-Disks ausgelesen werden sollen, sollte man darauf achten, daß die Disks sauber und möglichst kratzerfrei sind. Zudem ist es bei beschädigten Disks als einzige Ausnahme von Vorteil, nur mit Vorgabe von 10facher Geschwindigkeit zu rippen, um Knackser zu vermeiden.

Die Audio-Krone geht meiner nach Meinung dennoch wieder an Plextor zurück, weil der aktuelle PX-W4824TA (Fw. 1.03) basierend auf den neuen DOC.locV1- und CDS100V3-Ergebnissen von Wee ein wirkliches Universalgenie ist. Ebenso ist der ältere Plextor PX-W1610 bei verkratzten CDS200-Disks aufgrund der besseren Fehlerkorrektur im Vorteil. Da die Plextor-Brenner ab 1210 bis zur Veröffentlichung der Fw. 1.03 für den 4012 und den 4824 dieselben Audio-Eigenschaften hatten, wage ich zu vermuten, daß die beim F1 festgestellten Knackser beim 4824 nicht aufgetreten wären. Nichtsdestotrotz ist der F1 der bislang einzige Audio-Kronprinz der Plextor das Wasser reichen kann. Es gibt schließlich z. Zt. kein anderes Nicht-Plextor-Laufwerk, das nahezu alle Disks auslesen kann, auf denen in irgendeiner Form Audio-Tracks enthalten sind. Man darf zudem nicht vergessen, daß dies der erste Yamaha ist, der so überragende Audio-KS-Eigenschaften aufweist. Von Plextor ist man dies ja seit den frühesten SCSI-CDROM-Zeiten gewohnt. Weiter so, Yamaha!

  • CactusDataShield100 Version 1 (Just the Best 4/2001)
  • CactusDataShield100 Version 2 (Just the Best 1/2002)
  • CactusDataShield100 Version 3 (Right Said Fred - Stand up Maxi Single)
  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT (Hits Total Vol. 2)
  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT (Bravo Hits 35)
  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT mit verschärften, UltraPlex-feindlichen Störmustern (Bravo Hits 37)
    - CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT mit nur einem Audio-Track (W. Petry - Die längste Single der Welt #3)
  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 12a (Bravo Hits 36)
  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 12a (Wolfgang Petry - Alles 2)
  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 16a (Bravo Hits 38)
  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 16c (Bravo Hits 39)
  • key2audio Gen. 1 (Heather Nova - Virus of the Mind Maxi Single)
  • key2audio Gen. 4 (Hits Total Vol. 6)
  • DOC.loc V1a mit 10 Sek. PreGap (Helium - Vola)
  • DOC.loc V1b mit 12 Sek. PreGap (Warp Brothers - Blast the Speakers Maxi Single)
  • Eigenbau-Kopierschutz von Pavement Records (De Räuber - Achtung Räuber)
    - EasyAudioLock V1.1
    - CCD Lock V1.73 mit CDShield-Einstellung:

Alle Tests wurden unter Windows 98SE mit ASPI-Layer 4.60 und ausgeschalteter AutoInsertNotification durchgeführt. Unter ExactAudioCopy 0.9 beta 4 wurde im Burst Mode mit Lesekommando D8 und meist bei Vorgabe 44x (max.) ausgelesen. Bei den meisten Samplern wurden von jeder Disk 3 Tracks ausgelesen und besonders an Timing-Problem-Stellen auf Störgeräusche überprüft. Z.T. wurden Tracks ausgewählt, die auf auf anderen Laufwerken Problem-Stellen aufgewiesen hatten, siehe Text.


— Die Testreihe:

  • CactusDataShield100 Version 1 (Just the Best 4/2001):
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Beide Disks werden unmittelbar erkannt, und die 20 Audio-Tracks sind jeweils unter EAC zu sehen. Der Dummy-Audio-Track in Session #2 ist nicht zu sehen. Rippen mit maximaler Geschwindigkeit wie von ungeschützter CD.
Unter CDex 1.40 erscheint eine falsche Startposition bei Track 1. Dennoch kann dieser direkt gerippt werden.
Der Kopierschutz ist nicht wirksam.

  • CactusDataShield100 Version 2 (Just the Best 1/2002):
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Wie bei CDS100 V1 wird Disk 1 ohne Probleme sehr schnell erkannt. EAC zeigt die 20 Audio-Tracks an. Die Audios werden wieder mit voller Geschwindigkeit wie von einer herkömmlichen Audio-CD gelesen.
CDex 1.40 zeigt ebenfalls eine falsche Startposition von Track 1 an, kann aber wieder ohne Probleme diesen Track kopieren.
Das Erkennen von Disk 2 dauert etwas länger, man hört zunächst sehr schnelle, rhytmische Laser-Bewegungen. Danach sieht man die 18 Audio-Tracks von Session 1 UND den 4-Sek.-Dummy-Audio-Track von Session 2. Scheinbar hat das Laufwerk die Disk manuell abgescannt. Grabben ist wie gewohnt mit MaxSpeed ohne Probleme möglich.

  • CactusDataShield100 Version 3 (Right Said Fred - Stand up Maxi Single):
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EAC erkennt die 5 Audio-Tracks richtig und rippt problemlos bei maximaler Geschwindigkeit. Der KS ist nicht wirksam, es wird wie von einer ungeschützten Audio-CD gelesen.

  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT (Hits Total Vol. 2):
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Disk 1&2 werden nach dem Einlegen sofort erkannt, unter EAC ist ohne Detect TOC manually die korrekte TOC zu sehen, 20 Audio- und ein Daten-Track. Das Laufwerk rippt mit meist voller Geschwindigkeit, schaltet aber ein paar Mal herunter. An den daraus resultierenden Timing-Problem-Stellen sind keine Störgeräusche zu hören. Allerdings ist die Disk nicht sauber und weist einige Kratzer auf.
CDex 1.40 zeigt bei Track 1 eine falsche Startposition, kann aber dennoch diesen Track ohne Schwierigkeiten einwandfrei auslesen. Auch dieser Schutz ist somit nicht wirksam, weil die Disks - abgesehen von der falsch angezeigten Startposition von Track 1 - wie ungeschützte CDs gegrabbt werden können.

  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT (Bravo Hits 35):
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Die 19 Audio- und der 1 Daten-Track werden bei beiden Disks unverzüglich erkannt und unter EAC richtig angezeigt. CDex 1.40 bringt bei Track 1 jeweils eine falsche Startposition, kann aber dennoch direkt auslesen. Das Laufwerk liest größtenteils mit Maximalgeschwindigkeit, schaltet aber öfters herunter. Die Disks weisen allerdings deutliche Gebrauchsspuren auf.
An den von EAC gemeldeten Timing-Problem-Stellen sind keine Störgeräusche zu hören. Jedoch fällt ein Knackser in Track 1 / Disk 2 an der Position 0:10 auf. Gegenprobe: Selbe Disk im Plextor PX-W1610TA bei 4x: KEIN Knackser! Wiederholung im F1 mit Vorgabe 10x-Geschwindigkeit (liest mit 4x am Disk-Anfang; das Lesen stockt bei 10 Sek. kurz): Timing-Problem bei 10 Sek., Knackser bleibt! Disk mit Sidolin gereinigt, nochmals mit 10x gerippt -> Ehrenrettung: Knackser ist verschwunden.. Allerdings tritt der Knackser wieder in Erscheinung, wenn mit Vorgabe Maximalgeschwindigkeit gelesen wird. Danach wurde nochmals mit 10x gegrabbt, zunächst war der Knackser zu hören, nach abermalig wiederholtem Lesen war die Stelle sauber. Es empfiehlt sich also, nur mit Vorgabe 10x zu lesen, und die Timing-Problem-Stellen probezuhören. Dennoch: Der Kopierschutz ist unwirksam, es wird wie von einer ungeschützten CD gelesen.

  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT mit verschärften, UltraPlex-feindlichen Störmustern (Bravo Hits 37):
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Das Erkennen der 20 bzw. 19 Audio- und des Daten-Tracks geschieht erwartungsgemäß sehr schnell. Die TOC erscheint korrekt unter EAC, bei CDex 1.40 stimmt die Startposition von Track 1 nicht, was jedoch keine Einschränkungen auf das Auslesen nach sich zieht. Die Disks weisen deutliche Gebrauchsspuren und Kratzer auf, wurden vor dem Auslesen jedoch mit Sidolin von Fingerabdrücken befreit. Das Laufwerk liest zunächst gemäß Vorgabe mit maximaler Geschwindigkeit, bremst aber einige Male ab. An den Timing-Problem-Stellen sind keine Fehler zu hören.
Besonderes Augenmerk auf Disk 2 / Track 14: 3:35 und auf Disk 2 / Track 15: 0:15, weil das UltraPlex32 (Fw. 1.03) hier seinerzeit bei FullSpeed Aussetzer brachte: EINWANDFREI!
Natürlich ist auch dieser Schutz wirkungslos, da die Disks wie ungeschützte CDs gerippt werden können.

  • CactusDataShield 200, alte Version ohne VERSION.TXT mit nur einem Audio-Track (W. Petry - Die längste Single der Welt #3):
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Diese “Spielart” des alten CactusDataShield200 stellt eine Besonderheit dar. Die Disk enthält nämlich nur einen Audio-Track. Im Vgl. zu den anderen Disks mit mehreren Audio-Tracks, die den alten CDS200 (ohne Datei VERSION.TXT) enthalten, bereitet dieser Exote weitaus mehr Laufwerken Schwierigkeiten beim Auslesen. Daher sollte man das negative Ergebnis hier nicht überbewerten, zumal nur diese eine Disk dieser Art aufgetaucht ist. Die längste Single der Welt - Teil 3 gibt es in einer geschützten (Master: IFPI 0710) und in einer ungeschützten Version (Master: IFPI 0706).

EAC 0.9 beta 4 findet einen Audio- und einen Daten-Track. Die Länge vom Audio-Track ist allerdings falsch, sie beträgt 59,74 Sekunden. Detect TOC manually bringt die richtigt Länge. Als Lesekommando ist wie bei Plextor “Read Command D8” eingestellt. Das Laufwerk liest bei Fullspeed bis 1:00 richtig aus, bringt dann aber bis zum Ende des Tracks nur Stille. EAC meldet “Suspicious position 0:01:00 - 0:22:58”. Die Vorwahl 10x Geschwindigkeit bringt keine Abhilfe.

Sektorweises Lesen mit CDRwin 4.0A scheitert ab Sektor 4509, das derselben Position wie unter EAC entspricht.

CCD 4.0.1.9 liest den Audio-Track nur bis Block 4499. Die Disk wurde von CCD eingezogen, der Effekt tritt sowohl bei ein- und bei ausgeschaltetem “Nur erste Session einer CD lesen” auf.

Feurio 1.64 bringt auch nur eine Spielzeit von 0:59. Die Disk wurde als kopiergeschützt erkannt. Das Update auf Feurio 1.66 bringt dasselbe Ergebnis.

Auch mit Abkleben hat der dann alleinige Audio-Track nur die Länge 59,74 Sekunden. Der F1 scheint also auf die ebenfalls fehlerhafte TOC der 1. Session hereinzufallen und kann wohl nicht über die falsche Lead-Out-Position hinauslesen bzw. wird durch den manipulierten Startsektor verwirrt.

  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 12a (Bravo Hits 36):
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Die Audios und der CDROM-Part wird ohne Verzögerung erkannt. Die TOC erscheint unter EAC und unter CDex 1.40 korrekt. Bei Vorgabe 44x beginnt der F1 jeden Track jeweils zunächst schnell zu lesen, verbleibt dann aber nach einmaligem Hochdrehen auf etwa 4x und beschleunigt am Track-Ende nochmals. Die Disks weisen deutliche Kratzer auf, wurden vor dem Auslesen mit Hilfe von Sidolin gereinigt. An den Timing-Problem-Stellen treten keine Störgeräusche auf. Auch in Track 5 / Disk 1 / 3:51 ist kein Knackser zu hören. Hier produzierte das Plextor PX-20TSi (Fw. 1.00) bei Maximalgeschwindigkeit einen Knackser.
Der Kopierschutz ist unwirksam, es wird wie von einer ungeschützten CD gelesen.

  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 12a (Wolfgang Petry - Alles 2):
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Die 18 Audio- und der Daten-Track werden sofort richtig erkannt. Es ist unter EAC kein Detect TOC manually erforderlich. Der Schutz ist unwirksam, und es kann wie von einer ungeschützten CD gelesen werden.
Bei Vorgabe Fullspeed dreht das Laufwerk zuerst hoch, bremst dann aber mehrmals ab und verbelibt dann bei 4facher Rippgeschwindigkeit innerhalb eines Tracks. Beim nächsten Track wird zunächst wieder hochgedreht und dann ebenfalls wieder auf 4x verweilt. Man sieht, daß das Rippen stockend von Fehlerstelle zu Fehlerstelle vonstatten geht.
Erstaunlicherweise entstehen an den von EAC gemeldeten “Timing Problem”-Stellen keine Aussetzer wie bei den Plextor-Recordern, wenn diese schneller als 4x lesen.
Auch bei Vorgabe 10x unter EAC (Track 1 wird dann 4x und Track 18 dank CAV 8x gerippt) werden Timing Probleme gemeldet, die WAVes sind aber einwandfrei.

  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 16a (Bravo Hits 38):
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Auch hier ist die Disk-Erkennung schnell und fehlerfrei. Die TOC wird unter EAC und unter CDex 1.40 korrekt wiedergegeben. Das Geschwindigkeitsverhalten ist wie bei der Bravo Hits 36, es wird also bei Vorgabe FullSpeed meist mit 4x gelesen. Die Dist weisen starke Gebrauchsspuren und Kratzer auf, sind aber fingerabdruckfrei. An den von EAC gemeldeten Timing-Problem-Stellen sind keine Störungen zu vernehmen. Jedoch tritt in Track 12 / Disk 1 / 0:34/35 ein Doppel-Knackser auf, der nicht auf einer Timing-Problem-Stelle liegt. Nachdem Track 12 nochmals mit Vorgabe 10x gerippt wurde, blieb der Knackser. Gegenprobe im Plextor PX-W1610TA (Fw. 1.05) bei 4x: KEIN Knackser. Diesen Knackser kann man jedoch vernachlässigen, da die Disk ziemnlich verkratzt ist. An 0:23 im selben Track ist keine Störung hörbar. Hier brachte das LiteOn LTD-163 seinerzeit einen Knackser.

  • CactusDataShield 200.0.4 3.0 build 16c (Bravo Hits 39):
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Erkennen und Auslesen wie bei den anderen CDS200.0.4 3.0-Versionen. Die Disks sind relativ stark verkrazt, aber fettfingerfrei. Es treten Knackser auf: Disk 1 / Track 1 bei 0:10 und bei 0:28. Wenn die Geschwindigkeitsvorgabe auf 10x zurückgenommen wird, verschwindet der Knackser bei 0:28, bei 0:10 bleibt die Störung. Gegenprobe im Plextor PX-W1610TA (Fw. 1.05): Saubere WAVe-Datei.

  • key2audio Gen. 1 (Heather Nova - Virus of the Mind Maxi Single):
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Erkennen dauert etwas länger, danach erscheinen die 5 Audio-Tracks und der Daten-Track.
Rippen mit maximaler Geschwindigkeit ohne Probleme mit beliebigem Ripper. Der Kopierschutz ist unwirksam.
Im Explorer erscheint eine Daten-CD-ROM (CDFS) mit Namen “CD”, die 185925632 Bytes Inhalt haben soll. Es sind aber keine Dateien sichtbar.

  • key2audio Gen. 4 (Hits Total Vol. 6):
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Erkennen geht bei beiden Disks sehr schnell, es werden 20 Audio- und ein Daten-Track angezeigt. (Zum Vgl.: Der Plextor PX-W1610TA Fw. 1.05 findet 2 Daten-Tracks.) Rippen @Fullspeed wie von ungeschützter CD, Schutz ist nicht wirksam.

  • DOC.loc V1a mit 10 Sek. PreGap (Helium - Vola):
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Beim ersten Einlegen wird die Disk nicht erkannt, allerdings waren EAC und der Explorer geöffnet, zuvor war die Heather Nova im Laufwerk.
2. Versuch: Erkennen der Disk geht relativ schnell, es werden 14 Audio- und 1 Daten-Tracks gefunden.
Rippen mit maximaler Geschwindigkeit ohne Probleme mit beliebigem Ripper. KS ist unwirksam.
Im Explorer erscheint eine Daten-CD-ROM (CDFS) mit Namen “0110111415”, die 587661312 Bytes Inhalt haben soll. Die Datei test2.dir wird auch angezeigt.
Es dauert ca. 10 Sek., bis die Disk nach Drücken des Eject-Tasters ausgeworfen wird.
Der Datentrack wird nur manchmal gefunden. Das Laufwerk bewegt bei eingelegter Disk ständig den Laser hin und her, solange kein Zugriff erfolgt.

  • DOC.loc V1b mit 12 Sek. PreGap (Warp Brothers - Blast the Speakers Maxi Single):
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Erkennen der Disk geht relativ schnell, es werden 6 Audio-Tracks gefunden.
Rippen mit maximaler Geschwindigkeit ohne Probleme mit beliebigem Ripper. Schutz unwirksam.
Im Explorer erscheint eine Daten-CD-ROM (CDFS) mit Namen “Audio CD”, die 379158528 Bytes Inhalt haben soll.
Das Laufwerk bewegt bei eingelegter Disk ständig den Laser hin und her, solange kein Zugriff erfolgt.

  • Eigenbau-Kopierschutz von Pavement Records (De Räuber - Achtung Räuber):
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Erkennen der Disk dauert etwas länger als sonst. EAC erkennt OHNE Detect TOC manually 13 Audio-Tracks. Gerippt wird wie von einer ungeschützten CD. Sogar dieser Pavement-Eigenbau-KS ist auf dem F1 völlig unwirksam. Das Laufwerk scheint also selbst eine manuelle TOC-Analyse durchzuführen.

  • EasyAudioLock V1.1
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EAC erkennt auf meiner Test-Disk 1 Audio- und 18 Daten-Tracks. Dach Detect TOC manually bleibt ein Audio-Track mit Länge 1:01 Min. Der Dummy-CD-Trick bringt nur WAVes mit Stille.
CDRWIN 4.0A bleibt zunächst beim Erkennen der Disk hängen. Danach wird sie erkannt, es können aber keine Audio-Sektoren gelesen werden.
Man kann daraus schließen, daß der F1 auch nicht die Ur-CactusDataShield-Version auf HIM - Razorblade Romance auslesen kann, weil dieser KS sehr ähnlich ist. Allerdings ist der Schutz äußerst unbedeutend, da dieser nach kurzer Zeit wieder infolge vieler Abspielprobleme vom Markt genommen werden mußte.

  • CCD Lock V1.73 mit CDShield-Einstellung:
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EAC stürzt beim Erkennen der Disk wie gewohnt ab, daher Test mit Dummy-CD: Dabei findet EAC kein passendes Lesekommando, auch dann nicht, Autodetect eingestellt ist. Jedoch ist dieser Kopierschutz ebenso unbedeutend wie EasyAudioLock, da es auf dem Markt keine vergleichbare Variante gibt. Mit dem KS-Do-It-Yourself-Baukasten “CCD-Lock” geschützte Disks sind zudem auf vielen Audio-Geräten nicht abspielbar.