Bravo Hits 40 - CDS200.0.4 3.0 build 16a

vbimport

#1

Bravo Hits 40

Audio-Kopierschutz: CDS200.0.4 3.0 build 16a (laut \PLAYER\VERSION.TXT)
Trotzdem tragen die Disks das CompactDisc Digital Audio Logo.

Disk 1: Innenring: IFPI L012 CDS200 W 5050466348722/1 V01 / Plastik: IFPI 05M2
Disk 2: Innenring: IFPI L012 CDS200 W 5050466348722/2 V01 / Plastik: IFPI 0529

Cover: “Copy Protected”-Logo. Diese CD ist mit einem digitalen Kopierschutz versehen und auf den meisten CD Playern abspielbar, sowie als komprimierter Soundfile auf den meisten CD ROM Laufwerken abspielbar.
Ein Produkt der Warner Strategic Marketing, Bar Code 5 050466 348722 / 5050466-3487-2-2.

Die Disks sind fabrikneu und bringen also die besten Voraussetzungen für sauberes Auslesen trotz CDS200 mit. Jedoch weist Disk 2 einen längeren, sehr feinen Kratzer auf, der z.T. auch radial verläuft.

Testumgebung: Win98SE, ASPI 4.60, automatische Benachrichtigung beim Wechsel aus.

Software: ExactAudioCopy 0.9 beta 4 im Burst Mode, und PlexTools 1.19

Aus Zeitgründen wurden die Disks nicht immer komplett ausgelesen, sondern z.T. nur der 1., 10. und der letzte Track.
Da bereits von Problemen mit Störgeräuschen bei Track 1 zu lesen war, wurde hier die Hörprobe besonders aufmerksam durchgeführt. Die Knackser, die aufgefallen sind, konnten bei allen sauber lesenden Laufwerken sowie auf einem HiFi-CD-Player reproduziert werden. Dies sind z.B. Disk1 / Track 1 / 0:10 & 0:29 & 1:34 & 3:51, Disk2 / Track 10 / 0:05. Somit stellen diese Knackser keine Schwäche der PC-Laufwerke dar sondern sind entweder auf die gewöhnlich schlechte Abmischung bei Hitsamplern oder auf die überzogenen CDS200-Störmuster zurückzuführen, die sogar auf Standard-CD-Playern trotz fabrikneuer Disks zu Stör-Geräuschen führen.

Ergebnis-Ãœbersicht:

+: einwandfrei lesbar
K: viele Störgeräusche

K Compaq (LG/Goldstar) CRD-8320B (Fw. 1.09)

  • LiteOn LTD-163 (Fw. GH5S)
  • Plextor PX-W1610TA (Fw. 1.05)
  • Plextor PX-32TSi (Fw. 1.03)
  • Plextor PX-20TSi (Fw. 1.01)
  • Teac CD-R50S (Fw. 1.0G)
  • Toshiba SD-M 1612 Rev. C (Fw. 1002)
  • Yamaha CRW-F1E (Fw. 1.0f)

Fazit:

Beide Disks verhalten sich in allen getesteten Laufwerken genau so, wie bislang alle neueren CDS200.0.4 3.0 build xy-Varianten. Die Musikindustrie könnte getrost auf diesen nahezu unwirksamen Kopierschutz verzichten und das gesparte Geld in ein qualitativ höheres Mastering einsetzen.
CDS200.0.4 3.0 build xy ist und bleibt der Möchtegern-Kopierschutz, der auf einem Großteil von PC-Laufwerken die Musik-Tracks vor dem digitalen Kopieren beim besten Willen nicht schützen kann. Zudem verschlechtert er die Sound-Qualität auch auf HiFi-Geräten, verhindert das Abspielen in vielen Auto-CD- und DVD-Playern und vermindert aufgrund der absichtlichen C2-Fehler die Haltbarkeit der Disks. Ironischerweise stellt CDS200 - trotz seiner Abschwächung gegenüber der ersten Version - eher eine Abspielsperre auf nicht kopierfähigen Geräten dar als einen digitalen PC-Kopierschutz. Das Logo müßte also richtigerweise “Play Protected” anstatt “Copy Protected” heißen.

K Compaq (LG/Goldstar) CRD-8320B (Fw. 1.09):

Nach Detect TOC manually erscheint unter EAC die korrekte TOC und die Tracks lassen sich mit Read Command MMC1 auslesen. Wie gewohnt bei diesem Laufwerk, reicht die interne Fehlerkorrektur auch bei langsamster Lesegeschwindigkeit jedoch nicht aus, um saubere, knackserfreie WAVe-Dateien zu liefern.

+ LiteOn LTD-163 (Fw. GH5S):

PlexTools V1.19 mit Vorgabe 8x-Geschwindigkeit lesen wie auch jeder andere Ripper die Disks ohne Probleme aus. Man sollte jedoch zuerst Track 19 bzw. 20 kopieren, bevor man ab Track 1 die Disks in einem Rutsch ausliest, weil das Laufwerk ähnlich wie das Toshiba SD-M1612 sonst Schwierigkeiten hat, den Anfang von Track 1 zu finden.

+ Plextor PX-W1610TA (Fw. 1.05):

Hier kamen der Einfachheit halber die PlexTools V1.19 zum Einsatz, weil das Laufwerk damit in den SingleSession-Modus geschaltet werden kann. Rippen mit 4x Geschwingigkeit sowie mit abgeschalteter Audio-Fehlerkorrektur liefert peferkte WAVe-Dateien.

+ Plextor PX-32TSi (Fw. 1.03) & Plextor PX-20TSi (Fw. 1.01) & Teac CD-R50S (Fw. 1.0G):

EAC-Parameter: Burst Mode, Read Command D8 und 4x-Lesegeschwingigkeit.
Detect TOC manually bringt die korrekte TOC und die Tracks lassen sich ohne Schwierigkeiten extrahieren.

+ Toshiba SD-M 1612 (Fw. 1002):

Mit Hilfe von Schollis Trick muß das Laufwerk jeweils manuell an den Anfang von Track 1 geführt werden: Zunächst mit dem Windows-CD-Player (analog oder digital) die Wiedergabe von Track 2 starten. Danach den “Zurückspulen”-Button (<<) drücken, um an den Anfang von Track 1 zu kommen. Wichtig ist, daß man zwischendurch mehrmals den <<-Button kurz losläßt, so daß das Laufwerk die Musik wiedergeben kann. Bei 00:00 angelangt, auf Pause klicken und wieder bis 00:00 zurückspulen.
Nun können die Disks mit jedem Ripper, also auch mit EAC & Read Command MMC1 ausgelesen werden. Bei Vorgabe FullSpeed sind keine Knackser aufgefallen.

+ Yamaha CRW-F1E (Fw. 1.0f):

Die Disks verhalten sich wie ungeschützte Audio-CDs und können ohne Tricks gerippt werden. Damit das Laufwerk erfahrungsgemäß nicht dauernd aufgrund der absichtlichen fehlerhaften Blocks hoch- und runterdreht, habe ich die 10fache Geschwindigkeitsvorgabe gewählt.