Audio-KS: DOC.loc von DOC.data


  • Kopieren von DOC.loc, von der Plattenpresse DOC.data *
  •                                                      *
    
  • Erkennungszeichen: DOC.data auf dem Innenring der Disk *
  •                DOC.data preßt auch ungeschützte CDs! *
    

Der Kopierschutz DOC.loc wird ausschließlich von der Plattenpresse DOC.data eingesetzt. Derartige Disks sind an “DOCdata” auf dem Innenring der CD zu
erkennen. Allerdings stellt DOCdata auch ungeschützte CDs her, so daß “DOCdata” auf dem Innenring nicht unbedingt DOC.loc bedeuten muß. Insgesamt gibt es
drei Varianten von DOC.loc, wobei die Auswirkungen der ersten beiden sehr ähnlich sind.
DOC.loc ist - verglichen mit CactusDataShield und key2audio - deutlich seltener zu finden. Im brennmeister-Audio-Forum
http://www.brennmeister.com/forum/viewtopic.php?topic=6615&forum=12&start=200 hat der KS eine einzigartige Welle von Tests ausgelöst, die mit diesem Beitrag
zusammengefaßt dargestellt werden sollen.
Das Besondere an DOC.loc V1a und V1b ist, daß diese Disks zunächst NICHT von den aktuellen Plextor-Brennern (12x, 16x, 24x, 40x und 48x) ausgelesen werden konnten,
obwohl die Plextor-Geräte bislang bis auf CDS100 V3 alle anderen Audio-KS auf dem deutschen Markt lesen konnten. Neuerdings können der PX-W4012TA und der
PX-W4824TA jeweils mit der neuen Firmware 1.03 DOC.loc V1a/b-Disks erkennen und auslesen, siehe
http://www.brennmeister.com/forum/viewtopic.php?topic=45665&forum=12&11 und
http://www.brennmeister.com/forum/viewtopic.php?topic=48772&forum=12&8. Plextor hat hier nachgebessert. Es bleibt abzuwarten, ob auch für die älteren
12x, 16x und 24x-Recorder verbesserte Firmware-Versionen herausgebracht werden.
Die DOC.loc V2 ist im Vergleich zu V1a und V1b deutlich entschärft, so daß die Disks nun mit allen neueren Plextor-Brennern ab PX-W1210 rippbar sind. Allerdings
liegen zu dieser Version bei weitem noch nicht so viele Erkenntnisse vor wie bei V1a und V1b.
Im Gegensatz zu Cactus Data Shield und key2audio gab es noch keine Erfolgsmeldung, daß man durch Übermalen/Abkleben der 2. Session Laufwerke doch zum Lesen
überreden kann.

Mit DOC.loc V1a bzw. V1b geschützte Disks:

Deine Lakaien - Kasmodia (Startsektor 750 = 10-Sek.-PreGap)
Delerium - Odyssey (the remix collection), Label Nettwerk, DocDATA BNL, ID: 5415418 500740
Eins, Zwo - Zwei
Goethes Erben - Nichts bleibt wie es war (Startsektor 750 = 10-Sek.-PreGap)
Helium - Vola (Startsektor 750 = 10-Sek.-PreGap), Chrom Records
Peter Ratzenbeck - Peter’s Fancy (Startsektor 900 = 12-Sek.-PreGap)
Warp Brothers - Blast the Speakers (Startsektor 900 = 12-Sek.-PreGap), DOSorDIE Recordings GmbH, Zomba Vertrieb

Mit DOC.loc V2 geschützte Disks:

DE/VISION Remixes

Laufwerke, die DOC.loc V1a oder V1b (die härteren beiden Versionen) lesen können:

Einige Laufwerke können nur eine DOC.loc-Version (Startsektor 750 bzw. 900) lesen.

ASUS CD-ROMs (50x und 52x)
Compaq (LG/Goldtsar) CRD-8241B (allerdings nicht Jitter-frei), CRD-8320A
Cyberdrive 321D (Fw. 1.30), 058D, 088D
Freecom Brenner 2/2/?
Hitachi GD-5000 (Fw. 2.02), GD-7500 (Fw. 0101)
Kenwood (Mixer) True-x UCR-421
LG CD-ROM CRD-8482B
LiteOn LTD-166S, LTR-52246S (Fw. 6S02)
Matshita CR585
NEC DV-5800A, DV-5700A
Philips CDR2000, 8x fach Brenner
Pioneer DVR-A03, DRA14S, DVD-106/116 (Fw. 1.14), DVD-105/115
Plextor PX-W4824TA (Fw. 1.03), PX-W4012TA (Fw. 1.03), PX-W124, PX-R412C (scsi), PX-12CSi (Fw. 1.0), PX-12/20TSI (Fw. 1.01), PX-32TSi (Fw. 1.02, leider nur
Einzelfall), PX-40TS (alte Hardware-Revision mit Fw. 1.0x, z.T. mehrmals auswerfen/einziehen lassen)
Ricoh MP7060S (nur Version mit 10-Sek-PreGap), Ricoh 7080A
Samsung CD-R/RW SR-208F (Fw. SN09), SCR-3232
Teac CD-W524E, CD-W540E, CD-224E, CD-524E, CD-532E-B (Fw. 3.0B), CD-540E, CD-R50S (Fw. 1.0G), CD-R55S, CD-R58S
Toshiba SD-1402 DVD (Fw. 1010) (Helium Vola, nicht Goethes Erben), 1502 (Warp Brothers)
Yamaha CRW-F1E (ab Fw. 1.0c), CRW-3200E (Fw. 1.0b)

Laufwerke, die DOC.loc V2 auslesen können:

Siehe hierzu auch Quelle: http://www.brennmeister.com/forum/viewtopic.php?topic=40105&forum=12&9

Plextor PX-W1210TA, PX-W2410TA, daher höchstwahrscheinlich auch PX-W1210TS, PX-W1610TA und PX-W4012TA.
UltraPlex40 (neue Hardware-Revision, Fw. 1.13)
LG 8080

Kopieren von DOC.loc-CDs:

Das Verhalten des Kopierschutzes ist sehr hardware-abhängig. Viele Laufwerke (darunter die aktuellen
Plextor-Brenner) erkennen die CDs überhaupt nicht
(No-Disk-Effekt).
Bei anderen ist der Schutz nicht wirksam. Die Tracks lassen sich dann mit jedem beliebigen Programm (CDex,
Audiograbber, WinOnCD, Nero, …) grabben.
Die dritte Gruppe von Laufwerken kann die CDs nur mit Tricks auslesen (z.B. die alten Teac-SCSI-Brenner). Hier muß
die CD mit CDRwin 4.0 oder CloneCD
eingezogen und erkannt werden. Das Programm muß dann im Hintergrund weiterlaufen. Danach kann auch mit einem
beliebigen Grabber ausgelesen werden.
Erstaunlicherweise hatte ich letztlich beim Teac CD-R50S ohne den CDRwin-Trick Erfolg, die Helium Vola und die Warp
Brothers MAXI mit CDex 1.40 final
auslesen zu können.

Wie bei allen Audio-KS-CDs sollte die automatische Benachrichtigung beim Wechsel (AutoInsertNotification) von
Windoof abgeschaltet werden. Bei Win98&Me im
Geräte-Manager, bei NT4, W2K (wahrsch. auch bei XP) in der Registry
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Cdrom\autorun=0 oder mit Hilfe der
CloneCD-Voreinstellungen. sonnenkind hat berichtet, daß die AutoInsertNotification bei Win98 durch Gedrückthalten
der SHIFT-Taste temporär unterdrückt werden
kann.
Solange die KS-Audio-CD im Laufwerk ist, sollten keine Explorer-Aktionen durchgeführt werden, sonst streikt Bill
Gate$.
Einige User haben jedoch geschrieben, daß das Auslesen auch bei eingeschalteter Benachrichtigung funktioniert.
Dennoch ist das Abschalten kein Fehler. Es
kann das Leseverhalten nur verbessern.

Statements:

Zitat Scholli: EsCaLaToR entdeckte auf einer CD mit gleichem Kopierschutz DOC.loc (Helium Vola), dass der Sektor 0
defekt ist. Das ist eigentlich der
wichtigste Sektor für alle PC-Laufwerke. CD-Rom-Laufwerke, die Audios ohne Offset lesen (d.h. immer exakt auf den
Sektor "treffen), haben i.d.R. durch den
defekten Sektor 0 Probleme beim CD-Zugriff. Bei diesem Kopierschutz fiel auf, dass häufig ältere Laufwerk diesen
Kopierschutz lesen können. Besonders ältere
IDE-Laufwerke können oft nicht ohne Offset Audio-CD’s rippen.

Zitat Paperclip: Warp Brothers, Schutz DOC.lok, Innenring DOCdata Germany, DOD333.0181.3 AK sind von den 900
Sektoren des Pregaps die ersten 150 Sektoren
“krank”, d.h. sie werden bei mir extrem langsam mit sporadischen Lesefehlern ausgelesen. Extrem langsam heißt 225
Sekunden für 150 Sektoren. Ungeduldige
Gemüter würden meinen, das Laufwerk liest nicht, und nach 1 bis 2 Minuten verzweifelt abbrechen. Wenn man ab Sektor
160 rippt, läuft das Rippen sofort mit
maximaler Geschwindigkeit und ohne Lesefehler.

Zitat rudolfo: habe die warb brothers (doc-data im ring) mit EAC und feurio 1.64 mit plex 32 und tosh 1502 gelesen.
aber erst nach ein paarmal lade auf lade
zu. beim 2ten versuch gab ich nach einer stunde auf, ging nicht mehr. erst nach neustart von me wieder einen
erfolg. weiss auch nicht warum, habe es aber
mehrmals getestet.

Zitat Grufti:
… “Warp Brothers” im TEAC R55S:
(…)
. . " CD von CDRWin einziehen und erkennen lassen… "
… funktioniert es bei mir nicht
. . aber meine Abwandlung seines Tricks:
. . " CD von CloneCD 3.3.4.1 einziehen und erkennen lassen… "
. . brachte diesmal Erfolg!!!

Eigene Erfahrung mit Lesegerät Teac CD-R50S (Fw. 1.0G) an AdvanSys ABP 915
OS: Win98SE, automatische Benachrichtigung beim Wechsel AUSGESCHALTET, sonst streikt Bill Gate$
CDRwin 4.0 beta mit CDRwin-ASPI-Treibern installiert.
Vorgehen:
1.) Teac’s Lade auf, CD drauflegen, nicht einziehen lassen.
2.) CDRwin starten, Leselaufwerk Teac wählen -> die 14 Audio und der 1 Daten-Track werden erkannt.
3a) Entweder sektorweise auslesen lassen (umständlich)
3b) … oder besser CDex 1.40 beta 9 starten und Tracks ganz normal rippen.
ACHTUNG: Keine Explorer-Aktionen durchführen; dann Gate$ nicht. Auch nicht in CDex einen Dateiauswahldialog
aufrufen -> Windoof tot.
4.) Nach dem Rippen Helium Vola entnehmen.
5.) Erst dann beide Programme schließen, sonst will SomeErrors98 nicht mehr.

Einige User berichteten, daß das Auslesen nur sporadisch funktionierte. Hilfreich sei gewesen, jeweils mit einem
frisch gestarteten Windows ans Werk zu
gehen. Wenn ich mich recht entsinne, kann beim Booten die CD schon im Laufwerk sein.

Update zum Teac CD-R50S: Mit ASPI-Layer 4.60 und abgeschalteter AutoInsertNotification kann die Disk mit CDex 1.40
ohne weitere Tricks gerippt werden.
Vermutlich funktionierte der o.g. umständliche Trick, weil bei offenem CDRwin die CDRwin-ASPI-Layer aktiv war,
sonst die ASPI-Version von Win98SE, die
scheinbar hierfür untauglich ist.

Update der Zusammenfassung:

  • Laufwerke ergänzt, u. a. Yamaha CRW-F1, Plextor PX-W4012 und 4824
  • Versionseinteilung geändert: V1a/b und V2